Öffnungszeiten
16. März bis 30. September: täglich 7:00 - 21:30 Uhr
1. Oktober bis 15. März: täglich 7:00 - 18:30 Uhr


Adresse
Scharnhorststraße 33
10115 Berlin


Anfahrt
S-Bahn: Berlin-Hauptbahnhof (u.a. S3, S5, S7, S9) oder Nordbahnhof (S2)
U-Bahn: Zinnowitzer Straße (U6, U8) oder Schwartzkopffstraße (U6, U8)
Bus: Linie 120 von S+U Hauptbahnhof Richtung Frohnau, 2. Haltestelle "Scharnhorststraße/ Habersaathstraße"



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Der Invalidenfriedhof entstand im Zusammenhang mit der von Friedrich II. 1748 als Folge der beiden Schlesischen Kriege veranlassten Errichtung des Invalidenhauses, nebst einer katholischen und einer evangelischen Kirche, samt den dazu gehörenden Zivilgemeinden, die ebenfalls den Friedhof nutzten. Nach den Befreiungskriegen von 1813-15 erfolgte dann der Ausbau zur Gedächtnisstätte preußisch-deutscher Geschichte mit Grabdenkmälern für namhafte und verdienstvolle Offiziere des preußischen Heeres. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Invalidenhaus als Einrichtung des Militärs geschlossen, in die Stiftung „Invalidenhaus“ umgewandelt und schließlich 1939 nach Frohnau verlegt. Im Dritten Reich sind auf dem Friedhof neben einigen Vertretern der NS-Zeit auch namhafte Widerstandskämpfer bestattet worden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Invalidenfriedhof als zweitältester Militärfriedhof Berlins durch alliierten Kontrollratsbeschluss als militärisches Objekt beschlagnahmt. Im Mai 1951 erfolgte auf Beschluss des Magistrats von Groß-Berlin die Schließung des Invalidenfriedhofs und der Ablauf der Ruhefrist aller vor 1925 belegten Grabstellen wurde verkündet. Infolge des Mauerbaus, am 13. August 1961, kam es zu weiteren dramatischen Zerstörungen des Invalidenfriedhofs.Trotz der schweren Verwüstungen während der DDR-Zeit bot der Invalidenfriedhof nach der Maueröffnung 1989 mit seinen etwa 200 erhaltenen Grabmalen noch immer ein nahezu geschlossenes Bild der Berliner Sepulkralkultur vom ausgehenden 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. In Erkenntnis dieser Tatsache wurde er im Jahre 1990 unter Denkmalschutz gestellt, und schon kurze Zeit später konnten erste weitreichende Konzepte zur Wiederherstellung des Friedhofs erarbeitet und ab 1991 umgesetzt werden.Das Jahr 1992 war im übrigen das Gründungsjahr des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V., der, neben der staatlichen Denkmalpflege, ganz entscheidend die Geschicke, mehr noch umfangreiche Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten der letzten 20 Jahre nicht nur begleitet, sondern auch erhebliche Mittel dafür eingeworben und umgesetzt hat.Nicht zuletzt aus Anlass der 250-Jahr-Feier des Friedhofs im Jahr 1998, aber auch noch bis heute anhaltend, konnten somit zahlreiche, namentlich die geschichtlich und kunstgeschichtlich bedeutenden Gräber des Invalidenfriedhofs sorgfältig restauriert werden. So bietet der Invalidenfriedhof heute wieder ein besonders beeindruckendes Abbild deutscher Geschichte, aber auch ein Abbild preußisch-deutscher Grabmalkunst aus allen Stilepochen der letzten 250 Jahre.(Autor: Klaus-Henning von Krosigk)


 

Grabstellen auf dem Friedhof

Nr. 1
Ernst Otto von Reineck 1729 - 1791 • Militär

Nr. 2
George Christoph von Daembke 1719 - 1775 • Militär

Nr. 3
Michael Lodewig Arnim von Diezelsky 1708 - 1779 • Militär

Nr. 4
Curth Gottlieb Heinrich von Arnim 1736 - 1800 • Militär

Nr. 5
Friedrich Wilhelm von Rohdich 1719 - 1796 • Militär

Nr. 6
Johann Friedrich von Pelkowsky 1732 - 1803 • Militär

Nr. 7
Friedrich Bogislav Emanuel Graf Tauentzien von Wittenberg 1760 - 1824 • Militär

Nr. 8
Otto Carl Lorenz von Pirch 1765 - 1824 • Militär

Nr. 9
Wilhelm Staehle 1877 - 1945 • Militär

Nr. 10
Carl-August Heinrich Adolf Freiherr von Gablenz 1893 - 1942 • Generalmajor, Pilot

Nr. 11
Carl Heinrich Julius Esse 1808 - 1874 • Verwaltungsdirektor der Charité

Nr. 12
Ernst Troeltsch 1865 - 1923 • Theologe, Wissenschaftler

Nr. 13
Werner John 1898 - 1918 • Militär

Nr. 14
Grabanlage der Schwestern des Augusta-Hospitals - •

Nr. 15
Georg Ernst Friedrich Neuhaus 1797 - 1876 • Architekt, Baubeamter

Nr. 15
Otto Hoetzsch 1876 - 1946 • Historiker, Publizist, Politiker

Nr. 16
Dietrich Graf von Hülsen-Haeseler 1852 - 1908 • Militär

Nr. 17
Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, gen. Moltke d. J. 1848 - 1916 • Offizier

Nr. 19
Wilhelm Heinrich Solf 1862 - 1936 • Politiker, Diplomat, Staatsmann

Nr. 20
Manfred Freiherr von Richthofen 1892 - 1918 • Offizier, Jagdflieger

Nr. 21
Marga Wolff von Etzdorf 1907 - 1933 • Fliegerin

Nr. 22
Julius von Verdy du Vernois 1832 - 1910 • Offizier, Kriegsminister, Militärhistoriker

Nr. 23
Franz Friedrich Heinrich Buguslaw Szeliga Zychlin von Zychlinski 1816 - 1900 • General der Infanterie und Militärschriftsteller

Nr. 24
Karl Adolf Max Hoffmann 1869 - 1927 • Militär

Nr. 25
Friedrich von Holstein 1837 - 1919 • Diplomat

Nr. 26
Otto Hasse 1871 - 1942 • Offizier

Nr. 27
Hans Carl von Winterfeldt 1707 - 1757 • Militär

Nr. 28
Karl Friedrich Friesen 1784 - 1814 • Militär

Nr. 29
Ludwig Alexander Friedrich August Philipp Freiherr von Falkenhausen 1844 - 1936 • Militär

Nr. 30
Ernst Job Wilhelm von Witzleben 1783 - 1837 • Militär

Nr. 31
Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813 • Militär

Nr. 32
Hermann Ludwig Leopold Gottlieb von Boyen 1771 - 1848 • Militär

Nr. 33
Hans von Seeckt 1866 - 1936 • Militär

Nr. 34
Friedrich Wilhelm von Rauch 1790 - 1850 • Militär

Nr. 35
Alfred Graf von Schlieffen 1833 - 1913 • Königlich-preußischer Generalfeldmarschall

Nr. 36
Gotthilf Hagen 1797 - 1884 • Wasserbaumeister, hoher Beamter

Nr. 37
Lothar Graf von Arnauld de la Perière 1886 - 1941 • Militär

Nr. 38
Gustav Friedrich Gottlob von Kessel 1760 - 1827 • Militär

Nr. 39
Karl Julius von Gross, gen. von Schwarzhoff 1850 - 1901 • Militär

Nr. 40
Friedrich (Fritz) Aimé Clothar Hugo Graf von Baudissin 1852 - 1921 • Admiral

Nr. 41
Heinrich Eduard Julius Ludwig Nolte 1859 - 1908 • Unternehmer

Nr. 42
Ernst Georg Ferdinand Küster 1839 - 1930 • Chirurg

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