Öffnungszeiten
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Werktage ab 07:00 Uhr
Sonn- und Feiertage ab 09:00 Uhr
Schließzeiten:
Nov.-Febr. bis 17:00 Uhr
März, Okt. bis 18:00 Uhr
April, Sept. bis 20:00 Uhr
Mai-August bis 21:00 Uhr


Adresse
Eckenheimer Landstraße 194
60320 Frankfurt am Main


Anfahrt
Von Hauptbahnhof Frankfurt a. M.:
U-Bahn Linie 5 Richtung Preungesheim, bis Station Deutsche Nationalbibliothek, 2 Min. Fußweg zum Friedhofseingang Altes Portal



 Webseite

Der Hauptfriedhof in Frankfurt wurde 1828 eröffnet, damals weit außerhalb der Stadt auf ehemaligen Rübenäckern. Die erste hier begrabene Tote hieß Maria Catharina Allewyn und stammte aus Amsterdam. Sie wurde am 1. Juli an der Südmauer beerdigt. Eine kleine Steinplatte erinnert noch heute an sie.Die rechteckige Fläche des Friedhofs war mit einem Längs- und einem Querweg in vier Abteilungen, sogenannte Gewanne, eingeteilt worden. Damit zählt der älteste Friedhofsabschnitt zu den Vier-Felder-Friedhöfen.

Der Frankfurter Architekt Friedrich Rumpf schuf das Portal im dorischen Stil und eine das hintere Friedhofsende markierende Gruftenreihe. Anschließend an diese schneeweiße Bogenreihe findet sich der ebenfalls 1828 eröffnete jüdische Friedhof.Vor der Eröffnung des neuen Begräbnisplatzes fanden die Beisetzungen auf dem Peterskirchhof statt. Dort wurden alle Christen beerdigt, während die Juden auf ihrem Friedhof an der Battonstraße die letzte Ruhe fanden.

Nachdem diese Friedhöfe am Anfang des 19. Jahrhunderts endgültig zu klein geworden waren und die Ratsherrn auch aus Gründen der Stadthygiene auf neue Begräbnisorte drängten, suchte man diesen Platz auf erhöhtem Gelände aus. Denn hier konnten die Leichendämpfe, von denen geglaubt wurde, dass sie Menschen krank machten, von den Winden des Taunus gut verweht werden. Als Verbindung von der Stadt hierher wurde der Kirchhofsweg, die heutige Eckenheimer Landstraße, als doppelte Lindenallee angelegt. Nach dem Friedhofsportal zog sich der Weg lediglich als Trampelpfad weiter bis nach Eckenheim, das damals noch nicht zur Stadt gehörte.

Die Freie Stadt Frankfurt zählte in jenen Jahren ungefähr 35.000 bis 40.000 Einwohner. Mit der spät einsetzenden Industrialisierung erhöhte sich die Einwohnerzahl dann stetig. Deshalb musste die Größe des Hauptfriedhofs mehrfach den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Da alle Friedhofsteile einzeln mit Mauern umgeben wurden, kann man noch deutlich die Flächenentwicklung des Friedhofs Richtung Norden nachvollziehen. Heute hat der größte der Frankfurter Begräbnisplätze eine Fläche von 70,1 Hektar, ist in Nord-Süd-Richtung etwa 1,5 Kilometer lang und bis zu einem Kilometer breit.

Seinen besonderen Wert erhält der Hauptfriedhof durch den Umstand, dass es während des Zweiten Weltkriegs hier kaum zu Zerstörungen kam. Der Friedhof ist damit einer der wenigen Orte in Frankfurt, der als unversehrtes Gesamtensemble alle Phasen der Geschichte überstanden hat.

(Autor: Björn Wissenbach)


 

Grabstellen auf dem Friedhof

Nr. 1
Johannes Franz von Miquel 1828 - 1901 • Oberbürgermeister, Preußischer Finanzminister

Nr. 2
Anton Kirchner 1779 - 1834 • Lutherischer Pfarrer

Nr. 3
Marianne von Willemer, geb. van Gangelt, gen. Jung 1784 - 1860 • Schauspielerin, Tänzerin

Nr. 4
Samuel Thomas von Soemmerring 1755 - 1830 • Arzt, Anatom, Physiologe

Nr. 5
Carl Constanz Victor Fellner 1807 - 1866 • Älterer Bürgermeister, Handelsmann

Nr. 6
Karl Ferdinand Gutzkow 1811 - 1878 • Schriftsteller

Nr. 7
Joseph Joachim Raff 1822 - 1882 • Komponist, Musikpädagoge

Nr. 8
Sebastian Rinz 1782 - 1861 • Stadtgärtner

Nr. 9
Pauline Schmidt 1840 - 1856 •

Nr. 10
Franz Xaver Winterhalter 1805 - 1873 • Maler

Nr. 11
Raphael Baron von Erlanger 1806 - 1878 • Bankier

Nr. 12
Familien von Bethmann und von Bethmann-Hollweg - • Bankiers

Nr. 13
Cécile Charlotte Sophie Mendelssohn Bartholdy, geb. Jeanrenaud 1817 - 1853 •

Nr. 14
Alois Alzheimer 1864 - 1915 • Psychiater, Neuropathologe

Nr. 15
Jakob Latscha 1849 - 1912 • Kaufmann

Nr. 16
Ehrenmal für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs - •

Nr. 17
Karl Kotzenberg 1866 - 1940 • Kaufmann, Kommunalpolitiker

Nr. 18
Fritz Boehle 1873 - 1916 • Maler, Radierer, Bildhauer

Nr. 19
Friedrich Ludwig von Gans 1833 - 1920 • Industrieller

Nr. 20
Günther Groenhoff 1908 - 1932 • Segelflieger

Nr. 21
Amerikanisches Kinderfeld - •

Nr. 22
Gemeinschaftsgrabstätte für Opfer des Hindenburg-Unglücks - •

Nr. 23
Victor Gottfried Schmieden 1874 - 1945 • Mediziner

Nr. 24
Walter Wallmann 1932 - 2013 • Politiker, Oberbürgermeister

Nr. 25
August Heinrich Euler 1868 - 1957 • Flugpionier

Nr. 26
Ricarda Octavia Huch 1864 - 1947 • Dichterin, Historikerin

Nr. 27
Carl Adolf Stoltze 1842 - 1933 • Schriftsteller, Bühnenautor

Nr. 28
Franz Bouchard Ernst von Adickes 1846 - 1915 • Politiker

Nr. 29
Neues Portal, Trauerhalle - •

Nr. 30
Ludwig Edinger 1855 - 1918 • Mediziner

Nr. 31
Wilhelm Merton 1848 - 1916 • Industrieller

Nr. 32
Heinrich Hoffmann 1809 - 1894 • Mediziner

Nr. 33
Emilie von Reichenbach-Lessonitz, geb. Ortlepp 1791 - 1843 •

Nr. 34
Friedrich Maximilian Hessemer 1800 - 1860 • Architekt

Nr. 35
Obelisken für die Märzgefallenen 1848 - •

Nr. 36
Heinrich Friedrich Rumpf 1765 - 1867 • Architekt

Nr. 37
Arthur Schopenhauer 1788 - 1860 • Philosoph

Nr. 38
Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein 1818 - 1890 • Jurist, Oberbürgermeister

Nr. 39
Theodor Lerner 1866 - 1931 • Polarforscher

Nr. 40
Walter Eugen Kolb 1902 - 1956 • Politiker, Oberbürgermeister

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