Öffnungszeiten
Oktober bis März 8.00 bis 18.00 Uhr
April bis September 7.30 bis 21.00 Uhr


Adresse
Schmidtmannstraße 40
06449 Aschersleben


Anfahrt


  (0 34 73) 22 51 14 28


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Trauern. Erinnern. Erholen. Erleben. Der Friedhof kann mehr sein als ein Ort, den die meisten Menschen lieber meiden. Er soll mehr sein. Und in Aschersleben ist er mehr: Der Friedhof in der Schmidtmannstraße vereint Tradition und Moderne. Er bietet Ruhe, Frieden und Raum zum Besinnen, aber auch Platz für Begegnungen und zum Verweilen; er ist Park, Treffpunkt und Lernort. Als „Friedhof der Zukunft“ wurde er bereits in der Presse bezeichnet. Denn hier gibt es nicht nur QR-Codes an den Gräbern stadtgeschichtlich bedeutender Persönlichkeiten; Tierfreunde haben sogar die Möglichkeit, sich in einem Grab mit ihrem Liebling bestatten zu lassen.

Dabei gehört der Ascherslebener zu den ältesten Friedhöfen in Sachsen-Anhalt. Er steht in seiner Gesamtheit – mit den Begräbnisstätten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, den in die Friedhofsmauern eingelassenen Grabplatten, den Kriegsgrabanlagen und seiner neugotischen Kapelle - unter Denkmalschutz. Angelegt wurde er in den 1860er Jahren, als es auf dem bis dahin genutzten Friedhof, dem heutigen Stadtpark, eine Viertelstunde Fußmarsch stadteinwärts gelegen, allmählich eng wurde. 1866 fand die erste Beisetzung statt. Wer wo bestattet wurde, war damals noch genau geregelt. Es ging nach dem gesellschaftlichen Stand: Der Elite, wie den Bestehorns, war beispielsweise der Wald I vorbehalten, Kaufleute bekamen Mauerstellen. Heute ist das freilich anders, da geht es auch auf dem Friedhof um Kundenwünsche und Service.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche neue, vor allem pflegefreie Grabarten, unter anderem für Paare, geschaffen - auch als Alternative zur anonymen „Grünen Wiese“. Das kam an, und so entstand 2016 der Erinnerungsgarten, ein unter landschaftsgärtnerischen Gesichtspunkten angelegtes Grabfeld, das verschiedene Grabarten miteinander vereint: angefangen von der Anlage für die Sternenkinder bis hin zu den Baumbestattungsplätzen und klassischen Erdgräbern. Wobei inzwischen 96 Prozent der Verstorbenen eingeäschert werden.
Jährlich gibt es in Aschersleben rund 360 Bestattungen und insgesamt 7.500 Grabstellen auf dem Friedhof. Der ist mit seinen 16 Hektar auch einer der größten im Bundesland und zugleich die größte zusammenhängende Grünanlage in Aschersleben, etwa so groß wie die Parks und Gärten der Innenstadt zusammen.
(Autorin: Susanne Thon)


 

Grabstellen auf dem Friedhof

Nr. 1
Sowjetischer Ehrenfriedhof - •

Nr. 2
Siegrid Tabbert 1939 - 2010 • Oberbürgermeisterin

Nr. 3
Hans Heckner 1878 - 1949 • Architekt

Nr. 4
Heinrich Christian Bestehorn 1831 - 1907 • Papierwarenfabrikant

Nr. 5
Gedenksteine für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges - •

Nr. 6
Ehrenfriedhof für Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkrieges - •

Nr. 7
Erich Bertram 1909 - 1950 • Sattlermeister, Feuerwehrmann

Nr. 8
Oskar Lichtenberg 1879 - 1950 • Oberpfarrer

Nr. 9
Ehrenfriedhof für die Terroropfer des Zweiten Weltkrieges - •

Nr. 10
Otto Arndt 1890 - 1963 • Oberbürgermeister

Nr. 11
Gustav Adolf Ramdohr 1834 - 1910 • Getreidehändler

Nr. 12
Ernst Billeter 1851 - 1903 •

Nr. 13
Walter Buhe 1882 - 1958 • Maler, Grafiker

Nr. 14
Karl König 1843 - 1910 • Vorsitzender des Verschönerungsvereins

Nr. 15
Max Quenzel 1878 - 1939 • Kaufmann

Nr. 16
Wilhelm Friedrich Feit 1867 - 1956 • Chemiker

Nr. 17
Friedrich Christian Drosihn 1820 - 1903 • Gerbereibesitzer

Nr. 18
David Gottlieb Christoph Kuntze 1820 - 1887 • Seifensieder

Nr. 19
Hermann Gieseler 1889 - 1948 • Gewerkschafter

Nr. 20
Paul Geish 1871 - 1949 • Arzt

Nr. 21
Adolf Krömer 1879 - 1938 • Buchbinder, Papierwarenfabrikant

Nr. 22
Friedrich Medenwald 1898 - 1937 • Pfarrer

Nr. 23
Maximilian Klinkowski 1904 - 1971 • Agrarwissenschaftler

Nr. 24
Heinrich Rademacher 1939 - 2006 • Maler

Nr. 25
Gerhard Stolle 1918 - 2006 • Heimatforscher

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