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Berlin Luisenkirchhof III

Die älteste evangelische Kirchengemeinde in Charlottenburg, die Luisengemeinde, hat seit 1716 eine Kirche am heutigen Gierkeplatz. Der umgebende Kirchhof musste 1815 geschlossen werden und erhielt an der heutigen Guerickestraße einen gestalterisch modernen Ersatz. Dessen karge Reste tragen heute die Bezeichnung Luisenkirchhof I. Sein Nachfolger ist der 1867 eingeweihte Luisenkirchhof II an der Königin-Elisabeth-Straße, der im 1878 eingemeindeten Ortsteil Westend liegt. Er hat insbesondere durch Flächenabtretungen nach 1950 erheblich an Charme eingebüßt.
1891 konnte der nunmehrige Luisenkirchhof III auf dem Gelände einer ehemaligen Sandgrube am Fürstenbrunner Weg eröffnet werden. Er wurde zwischen 1884 und 1891 als Alleequartierfriedhof nach Plänen von Otto Vogeler gestaltet.
Die Trauerkapelle in der Hauptachse folgte 1892. Sie ist, trotz Vereinfachungen der Nachkriegszeit, ein prächtiger Bau des Hochhistorismus nach Entwürfen von Johannes Vollmer und Heinrich Jassoy. Im gleichen Jahr entstand das Eingangsportal. Die Verwaltungsgebäude, ebenfalls Klinkerbauten, entwarf Paul Bratring. 1896 trat die Gemeinde ihrer Filia, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde, ein Teil des Grundstücks zur Anlage eines eigenen Begräbnisplatzes ab.
In Folge des Ersten Weltkrieges wurde 1920 die Anlage eines Ehrenhains und eines Ehrenmals für die Gefallenen umgesetzt, entworfen von Walter Spieckendorff.
2005 übernahm die Luisen-Kirchengemeinde die Verwaltung des Friedhofs der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde samt dem dortigen, ab 1964 errichteten Verwaltungsgebäude.
Der Luisenkirchhof III verfügt heute über eine Fläche von etwa zwölf Hektar. Er besitzt eine stattliche Anzahl kunsthistorisch bedeutender Grabdenkmäler und Kleinarchitekturen. An der Westwand haben sich viele ehemalige Erbbegräbnisse erhalten, die leider in den 1960er und frühen 1970er Jahren weitgehend ihre Einfassungen eingebüßt haben. Hier wurde 2014 bis 2018 auch eine Ökumenische Gedenkstätte für die Opfer des Völkermords an Christen im Osmanischen Reich eingerichtet. Die Hauptachse des Friedhofs konnte 2013 bis 2015 in zwei Bauabschnitten aufgewertet und das Rondell durch einen Springbrunnen bereichert werden.
(Autor: Dr. Jörg Kuhn)

 

Architekten

4

Alfred Johannes LepsiusArchitekt

8

Hans Otto Friedrich Julius GrisebachArchitekt

11

Hans TeschArchitekt

Dichter + Denker

24

Georg Theodor Franz Artur HeymSchriftsteller, Lyriker

Geistliche

23

Walter Richter-ReichhelmTheologe, Hofprediger, Oberpfarrer

Künstler

16

Rosel ZechTheater- und Filmschauspielerin

17

Karl-Heinz VogelmannFotograf, Bildjournalist

19

Tatjana SaisSchauspielerin, Kabarettistin

Militärs

10

Richard HildebrandtMarineoffizier, Korvettenkapitän, Forschungsreisender

Unternehmer

1

Julius ValentinFabrikbesitzer, Unternehmer

6

Otto Max Constantin HeylIngenieur, Industrieller

7

Ferdinand HirschwaldVerlagsbuchhändler, Verleger

Wissenschaftler & Entdecker

3

Heinrich Ferdinand Karl Brugsch-PaschaÄgyptologe

5

Heinrich DernburgJurist, Politiker, Hochschullehrer

15

Wilhelm Adolf Eduard CauerMathematiker, Hochfrequenztechniker

Weitere Grabstellen

2

Ditta Hake

9

Gedenkstätte für den Völkermord im Osmanischen Reich

25

Fritz A. K. KolbeBeamter im Auswärtigen Dienst

Adresse & Kontakt

Fürstenbrunner Weg 37-67
14059 Berlin
E-Mail: mail@luisenkirchhoefe.com

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Anfahrt

Von U-Bahnhof Siemensdamm (Linie U7) mit Bus 139 (Richtung: S Messe Nord/ICC) bis Haltestelle Friedhöfe Fürstenbrunner Weg.
Von S-Bahnhof Messe Nord/ICC (S46, S41, S42) mit Bus 139 (Richtung: Hakenfelde, Werderstr. ) bis Haltestelle Friedhöfe Fürstenbrunner Weg.
Von S-Bahnhof Westend (S46, S41, S42) Fußweg 11 Minuten.

Öffnungszeiten

Jan., Dez. 8:00 - 16:00 Uhr
Febr., Nov. 8:00 - 17:00 Uhr
März, Okt. 8:00 - 18:00 Uhr
April, Sept. 8:00 - 19:00 Uhr
Mai-August 8:00 - 20:00 Uhr

Informationsmaterial

Erläuterungen und Friedhofsplan zum ausdrucken

Auch als App verfügbar

 

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Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe
in Berlin-Brandenburg

Gefördert aus Mitteln:

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