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Berlin Invalidenfriedhof

Der Invalidenfriedhof entstand im Zusammenhang mit der von Friedrich II. 1748 als Folge der beiden Schlesischen Kriege veranlassten Errichtung des Invalidenhauses, nebst einer katholischen und einer evangelischen Kirche, samt den dazu gehörenden Zivilgemeinden, die ebenfalls den Friedhof nutzten. Nach den Befreiungskriegen von 1813-15 erfolgte dann der Ausbau zur Gedächtnisstätte preußisch-deutscher Geschichte mit Grabdenkmälern für namhafte und verdienstvolle Offiziere des preußischen Heeres. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Invalidenhaus als Einrichtung des Militärs geschlossen, in die Stiftung „Invalidenhaus“ umgewandelt und schließlich 1939 nach Frohnau verlegt. Im Dritten Reich sind auf dem Friedhof neben einigen Vertretern der NS-Zeit auch namhafte Widerstandskämpfer bestattet worden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Invalidenfriedhof als zweitältester Militärfriedhof Berlins durch alliierten Kontrollratsbeschluss als militärisches Objekt beschlagnahmt. Im Mai 1951 erfolgte auf Beschluss des Magistrats von Groß-Berlin die Schließung des Invalidenfriedhofs und der Ablauf der Ruhefrist aller vor 1925 belegten Grabstellen wurde verkündet. Infolge des Mauerbaus, am 13. August 1961, kam es zu weiteren dramatischen Zerstörungen des Invalidenfriedhofs.Trotz der schweren Verwüstungen während der DDR-Zeit bot der Invalidenfriedhof nach der Maueröffnung 1989 mit seinen etwa 200 erhaltenen Grabmalen noch immer ein nahezu geschlossenes Bild der Berliner Sepulkralkultur vom ausgehenden 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. In Erkenntnis dieser Tatsache wurde er im Jahre 1990 unter Denkmalschutz gestellt, und schon kurze Zeit später konnten erste weitreichende Konzepte zur Wiederherstellung des Friedhofs erarbeitet und ab 1991 umgesetzt werden.Das Jahr 1992 war im übrigen das Gründungsjahr des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V., der, neben der staatlichen Denkmalpflege, ganz entscheidend die Geschicke, mehr noch umfangreiche Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten der letzten 20 Jahre nicht nur begleitet, sondern auch erhebliche Mittel dafür eingeworben und umgesetzt hat.Nicht zuletzt aus Anlass der 250-Jahr-Feier des Friedhofs im Jahr 1998, aber auch noch bis heute anhaltend, konnten somit zahlreiche, namentlich die geschichtlich und kunstgeschichtlich bedeutenden Gräber des Invalidenfriedhofs sorgfältig restauriert werden. So bietet der Invalidenfriedhof heute wieder ein besonders beeindruckendes Abbild deutscher Geschichte, aber auch ein Abbild preußisch-deutscher Grabmalkunst aus allen Stilepochen der letzten 250 Jahre.(Autor: Klaus-Henning von Krosigk)

 

Militärs

1

Ernst Otto von ReineckMilitär

2

George Christoph von DaembkeMilitär

3

Michael Lodewig Arnim von DiezelskyMilitär

Politiker

15

Georg Ernst Friedrich NeuhausArchitekt, Baubeamter

19

Wilhelm Heinrich SolfPolitiker, Diplomat, Staatsmann

35

Alfred Graf von SchlieffenKöniglich-preußischer Generalfeldmarschall

Unternehmer

41

Heinrich Eduard Julius Ludwig NolteUnternehmer

Wissenschaftler & Entdecker

12

Ernst TroeltschTheologe, Wissenschaftler

15

Otto HoetzschHistoriker, Publizist, Politiker

22

Julius von Verdy du VernoisOffizier, Kriegsminister, Militärhistoriker

Weitere Grabstellen

11

Carl Heinrich Julius EsseVerwaltungsdirektor der Charité

14

Grabanlage der Schwestern des Augusta-Hospitals

21

Marga Wolff von EtzdorfFliegerin

Adresse & Kontakt

Scharnhorststraße 33
10115 Berlin

  Webseite

Anfahrt

S-Bahn: Berlin-Hauptbahnhof (u.a. S3, S5, S7, S9) oder Nordbahnhof (S2)
U-Bahn: Zinnowitzer Straße (U6, U8) oder Schwartzkopffstraße (U6, U8)
Bus: Linie 120 von S+U Hauptbahnhof Richtung Frohnau, 2. Haltestelle "Scharnhorststraße/ Habersaathstraße"

Öffnungszeiten

16. März bis 30. September: täglich 7:00 - 21:30 Uhr
1. Oktober bis 15. März: täglich 7:00 - 18:30 Uhr

Informationsmaterial

Erläuterungen und Friedhofsplan zum ausdrucken

Auch als App verfügbar

 

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Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe
in Berlin-Brandenburg

Gefördert aus Mitteln:

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